Coronavirus Info: Aufgrund des hohen Versandaufkommens kann es zu Verzögerungen kommen.
Versand innerhalb von 24h*
30 Tage Geld-Zurück-Garantie
Kostenlose Hotline 0800 123 454 321
 
Weiterleitung zu:

Ähnliche Suchbegriffe

    Hersteller

      Inhalte

        Kategorien

          Blog Artikel

            Einkaufswelten

              Produktvorschläge

                Heizkörper montieren

                Sie haben Ihr neues Zuhause bezogen. Nun wird es Zeit, gemütliche Abende im warmen Zimmer zu verbringen. Damit dies klappt, benötigen Sie die passenden Heizkörper. Sind diese schon vorhanden, sollte gemütlichen Stunden nichts mehr im Wege stehen. Anders sieht es aus, wenn diese erst noch eingebaut werden müssen. Gleiches gilt, wenn Sie vorhandene Heizkörper austauschen möchten. Dabei stellt der Kauf eines Flachheizkörpers, Badheizkörpers oder Designheizkörpers nur den ersten Teil der Arbeit dar. Anschließend erfolgt die Montage an der Wand sowie die Verbindung mit dem Warmwasserkreislauf.

                All dies ist nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken. Tatsächlich lässt sich mit etwas Geschick der Heizkörper auch ohne Handwerker montieren. Wie das geht und worauf Sie achten müssen verraten wir Ihnen jetzt.

                Heizkörper einbauen – die Vorbereitung

                Ermitteln Sie die Heizleistung

                Auch der schönste Designheizkörper muss vor allem eines schaffen: den Raum wärmen. Damit dies klappt, ermitteln Sie im ersten Schritt die benötigte Heizleistung. Diese richtet sich nach der Raumgröße sowie der Qualität der Isolation. In den folgenden Beispielen gehen wir von einer gewünschten Raumtemperatur von 20°C aus.

                Bei Gebäuden mit schlechter Isolierung

                Eine mangelhafte Isolierung ist gerade bei älteren Bauwerken öfters der Fall. Hier sollten Sie eine Heizleistung von ca. 130 Watt pro Quadratmeter einrechnen. Ausnahme: Gebäude, die nachträglich saniert und dabei die Außenfassade isoliert wurde.

                Bei Gebäuden mit sehr guter Isolierung

                Hier reduziert sich die erforderliche Heizleistung auf ca. 90 Watt pro Quadratmeter. Ein Raum mit 20 Quadratmeter Größe würde also 1.800 Watt (20 x 90 Watt) Heizleistung benötigen, um ausreichend warm zu werden.

                Muss ich mich exakt an diese Vorgaben halten?

                Nein. Sie stellen Empfehlungen dar. In der Praxis hat es sich bewährt, etwas großzügiger zu rechnen. Außerdem müssen nicht alle Zimmer gleich warm sein. So sollten Sie besonders bei Badheizkörper auf die Heizleistung achten, dass das Badezimmer ausreichend warm wird, um nicht zu fieren, wenn Sie aus der Badewanne oder Dusche kommen.

                Apropos Badheizkörper: auch werden Badheizkörper als Handtuchheizkörper bezeichnet. Den Grund dafür verrät bereits der Name, dass diese (oft) verwendet werden, um Handtücher, Waschlappen etc. zu trocknen. Dadurch das diese Art Heizkörper vorrangig als Zusatzheizung in Kombination mit einer Fußbodenheizung eingesetzt wird, sollte zuvor die erforderliche Heizleistung besonders unter die Lupe genommen werden, sodass die Raumtemperatur mit dem Badheizkörper im Bad auch erreicht wird.

                Abmessen des alten Heizkörpers

                Greifen Sie zu einem Meterstab oder Maßband, um die Abmessungen des bisherigen Heizkörpers zu ermitteln. Auf diesem Weg erfahren Sie, wie viel Platz Ihnen für den Neukauf zur Verfügung steht. Dazu ein Tipp von uns: Wenn der neue Heizkörper die gleichen Abmessungen hat, lassen sich oft die alten Rohranschlüsse verwenden!

                Eine alternative Methode zur Ermittlung der Heizleistung

                Hausbesitzern wird gelegentlich empfohlen, einfach die Abmessungen des bisherigen Heizkörpers als Ausgangspunkt für die Heizleistung zu verwenden. Die Idee dahinter ist, dass die gleiche Größe auch die gleiche Heizleistung mit sich bringt. Auch wenn der Nutzen dieser Methode nicht immer von der Hand zu weisen ist, raten wir dennoch davon ab. Im Lauf der Zeit hat sich im Thema “Heizung” vieles getan. Ebenso sind neuere Gebäude deutlich besser isoliert, als es früher der Fall war. Auch der Einsatz von hydraulisch abgeglichenen Thermostatventilen hat dafür gesorgt, dass mittlerweile weniger Energie für Heizzwecke benötigt wird.

                So finden Sie den richtigen Standort für den Heizkörper

                Ist kein alter Heizkörper vorhanden, können Sie jetzt einen passenden Platz im Raum wählen. Hier gilt: besonders platzsparend und effektiv ist die Lösung unter ein Fenster. Einfach jeweils ca. 10 cm oben von der Fensterbank und unten vom Fußboden frei lassen, sodass die Luft am besten zirkulieren kann.

                Heizanlage abschalten und Wasser ablassen

                Bevor es an die Montage des neuen Heizkörpers geht, muss die Heizung ausgeschaltet werden. Bitte belassen Sie es nicht bei einem einfachen Ausschalten. Besser ist, die Heizung (zusätzlich) über den Sicherungskasten vom Strom zu nehmen. Lassen Sie das in der Heizung befindliche Wasser komplett abfließen. Sie vermeiden so, dass Ihre Räumlichkeiten bei der Montage des neuen Heizkörpers überschwemmt werden. Benutzen Sie dazu das Ablassventil an Ihrer Heizung. In der Regel bleibt nach dem Ablassen ein Rest Wasser im System. Wenn Sie den alten Heizkörper abmontieren, tritt dieses dann entsprechned aus. Am besten verteilen Sie mehrere alte Handtücher auf dem Boden, die das ausgetretene Wasser sofort aufsaugen können.

                Heizkörper einbauen – die Montage

                Sie werden für die Montage eine Auswahl von Werkzeugen benötigen. Manche (wie Staubsauger und Bleistift) sind in jedem Haushalt vorhanden. Der Rest ist auch bei Heimwerkern meist schon zu finden. Falls nicht, sind sie für wenig Geld im handelsüblichen Baumarkt erhältlich. Zu den benötigten Werkzeugen zählen:

                • Wasserwaage
                • Bleistift (oder Kugelschreiber)
                • Bohrmaschine oder Akkuschrauber
                • passender Bohrer
                • Staubsauger
                • Dübel
                • Satz passender Schrauben
                • Meterstab, alternativ Maßband

                Schritt 1: Die Konsolen an der Wand befestigen

                Nun geht es an die Montage. Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Befestigung von Heizkörpern an der Wand. Die gängigste Methode ist mit Konsolen. In unserer Beschreibung gehen wir von dieser Lösung aus. Bitte prüfen Sie dennoch die Montageanleitung, die jedem Heizkörper beiliegt.

                Zuerst muss die Konsolenbefestigung angebracht werden. Dazu messen Sie mit dem Meterstab die benötigte Höhe aus. Denken Sie daran, ober- und unterhalb der Heizung zehn Zentimeter Luft zu lassen! Die Stellen für die Bohrlöcher markieren Sie mit dem Bleistift. Nutzen Sie die Wasserwaage, um die Löcher gerade auszurichten.

                Als Nächstes werden die Löcher gebohrt. Dabei entsteht zwangsweise Bohrstaub. Damit dieser nicht den Raum (oder den Teppich) verschmutzt, holen Sie vor dem Bohren den Staubsauger hinzu. Während Sie nun die Löcher bohren, hält eine zweite Person die Staubsaugerdüse unter das Bohrloch. Der Bohrstaub wird somit direkt eingesaugt. Das Resultat: Der Raum bleibt nach dem Bohren fast staubfrei.

                Sind die Löcher gebohrt, stecken Sie die Dübel hinein. Nun können Sie die Heizkörperkonsole an die Wand schrauben.

                Schritt 2: Den Heizkörper an der Wand anbringen

                Sobald die Konsolen angebracht sind, müssen Sie den Heizkörper nur noch einhängen und alle Schrauben festziehen. Ihr Heizkörper hängt nun an der Wand. Als Nächstes muss er angeschlossen werden. Dazu benötigen Sie:

                • Dichtungshanf
                • Dichtpaste
                • Rohrzange, alternativ Gabelschlüssel

                Schritt 3: Verbindung zum Vor- und Rücklauf herstellen

                Egal ob Designheizkörper, Flachheizkörper oder Handtuchheizkörper: Jeder Heizkörper muss mit dem Warmwasserkreislauf verbunden werden, um zu funktionieren. Wir benötigen dazu zwei Anschlüsse: Einen, um das Wasser in den Heizkörper zu bekommen (= Vorlauf) und einen, damit das Wasser wieder abfließen kann (= Rücklauf). Wir nennen das Vorlauf und Rücklauf. Für beide sind Anschlüsse am Heizkörper vorhanden. Bei modernen Lösungen, wie z. B. von Kermi, ist der Vorlauf oft oberhalb des Rücklaufs angebracht. Dadurch ist eine optimale Wasserführung möglich.

                Schritt 4: Die Anschlussgewinde abdichten

                Die Anschlüsse werden über Gewinde mit den Rohrleitungen verbunden. Wir empfehlen unseren Kunden, die Gewindegänge mit Dichtungshanf abzudichten. Dazu wickeln Sie ihn einfach um das Gewinde. Anschließend streichen Sie die Dichtpaste auf den Hanf. Nachdem alle Rohre mit der Heizung verbunden sind, ziehen Sie die Gewinde mit der Rohrzange an. Alternativ lässt sich auch ein Gabelschlüssel verwenden.

                Heizkörper anbringen – die Nacharbeit

                Für die Nacharbeit sind keine zusätzlichen Werkzeuge notwendig. Allerdings sollten Sie einen Satz Handtücher bereithalten, falls bei der Dichtigkeitsprüfung nicht alles nach Wunsch verläuft. Nachdem alles montiert wurde, müssen Sie nur noch alle Verschlüsse mit der Rohrzange verschließen. Ihr neuer Heizkörper ist nun einsatzbereit. Zeit, sich auf die Nacharbeit zu konzentrieren.

                Zuerst müssen wir die ausgeschaltete Heizungsanlage wieder in Betrieb nehmen. Da wir das Wasser abgelassen haben, muss die Heizung erneut „bewässert“ werden. In der Bedienungsanleitung finden Sie genaue Hinweise zum vorgesehenen Wasserdruck. Füllen Sie die Heizung auf, bis der gewünschte Druck erreicht ist. Anschließend schalten Sie die Heizungsanlage wieder ein. Denken Sie daran, dass Sie dazu auch an den Sicherungskasten müssen, da wir hier anfangs den Strom unterbrochen haben.

                Der letzte Schritt: die Dichtungsprüfung

                Sie sollten für die Montage eines neuen Heizkörpers mehr Zeit einrechnen, als die eigentliche Arbeit dauert. Der Grund ist, dass Sie ihn nach der Inbetriebnahme ein paar Stunden beobachten sollten. Trotz sorgfältiger Arbeit kann es passieren, dass nicht alle Dichtungen sauber arbeiten. In dem Fall tritt Wasser aus und Sie müssen nachbessern.

                Wenn Ihr Heizkörper hingegen glucksende Geräusche von sich gibt, ist dies nicht tragisch. In dem Fall muss er einfach entlüftet werden. Dazu müssen Sie nur das Entlüftungsventil vorsichtig öffnen. Das darauffolgende Geräusch verrät Ihnen, dass Luft austritt. Sobald wieder „Ruhe“ ist, können Sie das Dichtungsventil schließen. Mehr ist es nicht. Dies gilt auch bei älteren Heizkörpern, die plötzlich seltsame Geräusche von sich geben. In den allermeisten Fällen reicht eine kurze Entlüftung.

                Wie viel Zeit sollten Sie für die Montage des Heizkörpers einplanen?

                Das Einbauen eines Heizkörpers folgt der gleichen Regel wie alle Arbeiten: Hat man es mehrmals gemacht, geht es immer schneller. Beim ersten Mal sollten Sie großzügig mit der Zeitplanung sein. So vermeiden Sie Stress, wenn etwas nicht gleich klappt. Nehmen Sie sich ruhig mehrere Stunden frei, um die Arbeit zu erledigen. Im Optimalfall sind Sie deutlich eher fertig und freuen sich, weil es so leicht ging.

                Zusammengefasst

                Einen neuen Heizkörper anzubringen erfordert nicht unbedingt einen Trupp von Spezialisten. Wer handwerklich geschickt ist, kann die Montage auch selbst erledigen. Auch die erforderlichen Werkzeuge sind leicht zu beschaffen, bzw. größtenteils in jeder Hobbywerkstatt zu finden. Worauf es wirklich ankommt, ist Geduld, Konzentration und Sauberkeit. Da ein Ratgeber wie dieser immer allgemein gehalten ist, sollte auch die Montageanleitung nicht ignoriert werden. Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Einbau Ihres Heizkörpers!

                Projekt: Heizung