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                Fußbodenheizung verlegen

                Wer liebt es nicht, im Winter barfuß durch die Wohnung zu laufen und in allen Räumen eine konstante, wohlige Wärme zu haben? Für die behagliche Wärme sorgt eine Fußbodenheizung und dabei ist sie auch noch unsichtbar. Keine teilweise monströsen Heizkörper unter der Fensterbank. Es gibt bei der Entscheidung für eine Fußbodenheizung auch kein Problem, wie die Möbel gestellt werden können. Der schöne Schrank kann genau dahin, wo er am besten wirkt.

                Von Heizkörpern steigt die Wärme erst einige Zentimeter über dem Boden nach oben und wärmt das Zimmer. Dabei wird die Wärme mit zunehmender Höhe immer schwächer und der Boden bleibt relativ kühl. Bei einer Fußbodenheizung ist der Boden bereits warm und wir spüren die Wärme auf diese Weise im gesamten Raum – ohne Wärmeverlust. Die Vorteile überzeugen und der Einbau ist auch für einen Laien oder Hobbyheimwerker mühelos zu bewältigen.

                Im Zuge der 2014 verpflichtenden Energiesparverordnung und des Energieausweises ist die Einsparung von Energie noch wichtiger geworden. Daher sollten wir verstärkt an dem Einbau einer sparsamen Heizmethode oder dem Umrüsten auf eine alternative Heizung interessiert sein. Ein weiteres Argument sind die steigenden Strompreise, die das Haushaltsbudget ordentlich belasten können. Eine Vielzahl von guten Gründen spricht dafür, sich als Bauherr mit neuartigen Heizsystemen zu beschäftigen. Bewohner von Altbauten müssen ebenfalls nicht auf die erheblichen Vorzüge einer Fußbodenheizung verzichten. Bei sachgemäßer Beratung über Qualität und Energieersparnis sowie umfassenden Informationen über einen nachträglichen Einbau brauchen auch Bewohner von Altbauten das Umrüsten auf eine moderne und attraktive Fußbodenheizung nicht mehr zu scheuen. Die etwa 25 Prozent höheren Anschaffungskosten amortisieren sich sehr schnell durch die sofortige Energieersparnis.

                Mit einer Fußbodenheizung Energie sparen

                Für eine Fußbodenheizung spricht ihr hohes Energiesparpotenzial. Der große Anteil an Strahlungswärme stellt eine angenehme Raumwärme sicher. Dabei können Sie die Raumlufttemperatur um ein bis zwei Grad niedriger einstellen als bei einer herkömmlichen Heizung. Als Niedrigtemperatursystem hat das Heizwasser geringere Vorlauftemperaturen und realisiert doch die gleiche Wärmebereitstellung wie eine „normale“ Heizung. Wichtig und vorteilhaft ist auch, dass die Fußbodenheizung optimal mit einem energieeffizienten System kombiniert werden kann. Ein Zusammenspiel mit Solartechnik oder mit einer Wärmepumpe, die mit geringen Heizwassertemperaturen arbeitet, ist kinderleicht realisierbar. Ihr Trägheitseffekt und Selbstregeleffekt sind maßgeblich für eine gute Wärmeverteilung und die energiesparende Wärmeerzeugung verantwortlich. Die Fußbodenheizung gibt immer dann Wärme ab, wenn es zu einer Temperaturdifferenz zwischen dem Estrich, in den sie eingebettet ist, und der Raumluft kommt. Äußere Einflüsse, wie beispielsweise die Außentemperatur, die Sonneneinstrahlung, der Betrieb eines Kamins oder auch stark strahlende Lichtquellen, die erhebliche Wärme erzeugen, beeinflussen die Raumtemperatur.

                Eine Fußbodenheizung kann somit ein ganzes Haus mit angenehmer Wärme erfüllen. Wollen Sie jedoch nachträglich eine Fußbodenheizung einbauen und nur bestimmte Wohnbereiche damit ausstatten, so lässt sie sich auch mit Heizkörpern kombinieren und beheizt nur einzelne Räume ganz nach Wunsch. Bei der Wahl des Bodenbelags – ob Fliesen, Parkettboden oder Teppichboden – sollte beachtet werden, dass Fliesen einer der besten Varianten sind, da Fliesen eine hohe Wärmeleitfähigkeit haben und somit die Wärme schnell abgegeben werden kann.

                Das Trägheitselement der Fußbodenheizung reagiert langsam und sanft auf Schwankungen in der Raumluft. Soll die Raumtemperatur 20 °C betragen und die Oberflächentemperatur der Fußbodenheizung beträgt 24 °C, so erbringt die Fußbodenheizung durch die Spreizung von 4 °C 100 Prozent der Heizlast. Steigt jedoch die Raumtemperatur durch äußere Einflüsse auf 22 °C, so halbiert sich die Spreizung um 2 °C und auch die Heizleistung der Fußbodenheizung halbiert sich. Im Vergleich dazu muss ein normaler Heizkörper auf 55 °C erhitzt werden, um eine behagliche Raumtemperatur zu erreichen.

                Der Selbstregeleffekt der Fußbodenheizung bewirkt, dass sie das einmal erreichte Temperaturniveau hält und nur noch auf Schwankungen in der Raumtemperatur reagiert. Dadurch vermeiden Sie das ständige erneute Hochfahren, das normale Heizkörper erfordern und hält auf diese Weise eine gleichmäßige Wärme mit geringerem Energieverbrauch. Für diese gleichmäßig über den gesamten Raum verteilte Wärme ist der Heizkreisverteiler verantwortlich. Er macht sich das System eines integrierten Vorlauf- und Rücklaufsystems zunutze und ist direkt mit den Heizungsrohren verbunden. Die Heizkreisverteilung arbeitet mit einem Thermostat und einem Temperaturfühler. Damit hat sie direkten Einfluss auf die Energiezufuhr. Die Wärmeverteilung ist eine der wichtigsten Eigenschaften und einer der entscheidenden Vorteile der Fußbodenheizung als Flächenheizung. Ein anderes Merkmal des Heizkreisverteilers besteht darin, dass sich jeder Heizkreis auch einzeln und individuell steuern lässt.

                Verschiedene Fußbodenheizsysteme für verschiedene Wohnsituationen

                Eine Fußbodenheizung eignet sich grundsätzlich für jede Wohnsituation. Sie wird unsichtbar verlegt, bis auf den Verteilerkasten, in dem alle Heizkreisläufe zusammenlaufen. Dieser kann allerdings auch in einer Nische oder einem Hauswirtschaftsraum platziert werden. Die Fußbodenheizung ist sowohl im Altbau als auch im Neubau einbaufähig und ausgesprochen langlebig. Die verschiedenen Fußbodenheizsysteme sind:

                • Tackersystem
                • Trockenbausystem
                • Noppensystem
                • Dünnschichtsystem
                • Wandsystem

                Das wohl bekannteste System ist das Tackersystem. Hier werden Styroporplatten mit einer angebrachten Tackerfolie auf der Oberseite, auch Trittschalldämmung genannt, am Boden verlegt mit passenden Tackernadeln das Rohr befestigt und anschließend mit Nassestrich verbaut. Dieses System kommt vorzugsweise im Neubau zum Einsatz.

                Für den Einbau in einem Altbau bieten sich Dünnschichtsysteme oder Trockenbausysteme an, die nur eine geringe Aufbauhöhe von 20 oder 50 Millimetern haben.

                Beim Dünnschichtverfahren kommen die Systemplatte und die Rohre entweder auf den vorhandenen Fußboden oder direkt auf den Estrich. Sie werden dann mit einer dünnen Noppenplatte beklebt und obenauf mit einer Vergussmasse begradigt.

                Trockenbausysteme können durch spezielle Trockenestrichelemente verlegt oder auch nachgerüstet werden. Das bedeutet unter anderem eine schnelle und problemlose Nachrüstung und Sanierung. Der niedrige Aufbau eignet sich zudem auch für kleine, begrenzte Räume, wie z.B. wenn eine Fußbodenheizung im Bad nachgerüstet werden möchte.

                Das Wandsystem oder auch Wandheizung genannt wird, wie es der Name schon verrät, in den Wänden verbaut. Hier werden Klemmleisten, in denen die Rohre befestigt werden, an der Wand angebracht und anschließend eingeputzt. Was hier beachtet werden muss ist, dass die Wände mit verbauter Wandheizung frei bleiben sollen und nicht mit davor gestellten Möbeln versperrt wird. Denn nur durch das frei bleiben kann sich die Wärme im Raum entsprechend verteilen.

                Für welches Heizsystem Sie sich entscheiden, hängt davon ab, wie die örtlichen Gegebenheiten sind und ob Sie die Fußbodenheizung als Vollheizung für die gesamte Wohnung nutzen möchten oder nur für einen kleineren Bereich, wie beispielsweise das Badezimmer. In dem Fall kann eine elektrisch betriebene Fußbodenheizung die kostengünstigere Lösung sein. Soll sie jedoch als Vollheizung genutzt werden, muss sie mit wasserführenden Rohren installiert werden.

                Bei den relativ hohen Anschaffungskosten lohnt sich ein Vergleich vorab und eine ausführliche Beratung, welche die günstigste Variante und die beste Energiequelle für den individuellen Anspruch ist.

                Selbstständig eine Fußbodenheizung verlegen

                Im Internet erhalten Sie umfangreiche Informationen über die Produkte für Flächenheizungen. Zusätzlich zu dem Heizsystem benötigen Sie noch folgendes Zubehör:

                • Randdämmstreifen bzw. Dehnstreifen
                • Klebeband</>
                • Winkelrohrspangen
                • Heizkreisverteiler
                • Klemmringverschraubungen zur Befestigung des Heizrohrs am Heizkreisverteiler
                • Kugelhähne für den Vor- und Rücklaufanschluss der Heizungsanlage am Heizkreisverteiler
                • Verteilerschrank für Heizkreisverteiler
                • elektrothermische Stellantriebe
                • Raumtemperaturregler
                • Klemmleisten

                Damit sind Sie gut gerüstet, um mit dem Einbau zu beginnen.

                Haben Sie sich nachträglich für den Einbau einer Fußbodenheizung entschieden, müssen Sie sich keine Sorgen um einen zu hohen oder kostspieligen Aufwand machen. Sie sind dank superdünner Elemente in der Lage, die Verlegung einer Fußbodenheizung auf dem vorhandenen Untergrund vorzunehmen. Es ist noch nicht einmal notwendig, den Estrich wieder aufzureißen. Bei einer Aufbauhöhe von etwa anderthalb Zentimetern kann das Heizsystem auf fast alle üblichen Fußbodenbeläge aufgebracht werden.

                Der nachträgliche Einbau ist sowohl im Neubau als auch im Altbau auch für den Hobbyheimwerker kein Hexenwerk mehr. Die Kosten sind überschaubar und der Nutzen sowie die Freude darüber, im Winter nicht mehr mit kalten Füßen zu kämpfen, sind groß. Anschließend sparen Sie dann auch noch bis zu zehn Prozent, gemessen an den bisherigen Heizkosten.

                Sie sind handwerklich etwas geschickt und haben Spaß daran, in Ihrem Heim selbst Dinge zu installieren? Dann steht dem Projekt, eine Fußbodenheizung selbst zu verlegen, nichts im Wege. Es kommt auf die richtige Reihenfolge an.

                Nehmen wir mal das Tackersystem als Beispiel an.

                Vor der Verlegung der Fußbodenheizung wird an allen Raumwänden der Randdämmstreifen gleichmäßig angebracht. Dann sollten Sie für ausreichende Dämmung auf der Bodenplatte sorgen, damit ein Abstrahlen und ein Wärmeverlust in den Keller oder die Erde verhindert wird, wie z. B. einer Zusatzdämmung in Form von EPS- oder PUR-Platten. Anschließend werden die Tackerplatten auf der Zusatzdämmung verlegt und das Rohr anhand der Tackernadeln auf der Tackerplatte befestigt und fixiert. Vergessen Sie nicht die Folieschürze des Randdämmstreifen über den Tackerplatten auszubreiten. Die Tackerplatten im Bereich des Heizkreisverteilers bei Bedarf einfach mit einem Messer einschneiden, um die Platten bündig mit der Wand abzuschließen. Sobald alle Platten verlegt sind, werden die Stöße mit dem Klebeband verklebt. Es geht weiter, dass die Rohre am Heizkreisverteiler angeschlossen und anschließend im Raum verlegt werden. Dies erfolgt meistens Schneckenartig von außen nach innen. Das Rohr wird mittels eines Tackergerätes und speziellen Tackernadeln auf der Trittschalldämmung befestigt. Zu Orientierung des Verlegeabstandes vom Rohr ist auf der Gewebefolie ein Rastermuster aufgedruckt. In der Mitte des Raumes angekommen, machen Sie kehrt und legen das Rohr zwischen den Abständen der vorher gelegten Bahnen solange bis Sie am Heizkreisverteiler wieder angekommen sind. Dort schließen Sie das Rohr am Verteiler wird an. Um den Überblick nicht zu verlieren beschriften Sie das Rohr oder den Heizkreisverteiler um welchen Raum es sind handeln. So sehe Sie auf einen Blick, welcher Heizkreis für welchen Raum ist. Kontrollieren Sie im Anschluss, ob Sie genau nach Anweisung des Herstellers verlegt haben und keine Knicke oder Unebenheiten entstanden sind. Sobald die komplette Fußbodenheizung verlegt ist, kommt nun der E-Strich zum Einsatz. Auf diesem dann Fliesen oder ein anderer Bodenbelag verlegt wird

                Nun ist die Flächenheizung betriebsbereit und sollte vor dem Aufbringen der Deckschicht beziehungsweise des Fußbodens oder des Zementestrichs auf ihre Funktion überprüft werden. Die Dichtigkeit wird kontrolliert und ebenso, ob die Wärme gleichmäßig ausgestrahlt wird. Es wird auch der Heizkreisverteiler erneut geprüft, sodass alle Elemente der Fußbodenheizung gleichmäßig funktionieren und die Wärme flächendeckend abgegeben wird.

                andere Fußbodenheizungssysteme

                Zunächst gibt es da das Noppensystem. Auf speziellen Matten sind Haltenoppen angebracht. Dazwischen fädeln Sie die Heizungsrohre ein und drücken Sie zur Befestigung nach unten. Die Noppenplatten gibt es in verschiedenen Stärken und dienen als Träger für die Heizrohre, können aber auch mit integrierter Dämmung gekauft und eingebaut werden. Nach dem Verlegen der Heizungsrohre wird das System mit Heizestrich übergossen.

                Ein weiteres beliebtes System ist das Trockbausystem. Hier werden Styroporplatten mit bereits ausgefrästen Fugen für das Rohr am Boden verlegt. Um die Wärmeleitfähigkeit zu steigern, werden dazu noch Wärmeleitbleche benötigt. Diese einfach in die Fugen einlegen und anschließend wird das Rohr in die Fuge gedrückt. Die PE-Folie wird nach der kompletten Verlegung auf den Trockbauplatten verteilt und schon kann der Trockenestrich zum Einsatz kommen, auf diesem dann wiederum gefliest oder ein anderer Bodenbelag verbaut werden kann. Der Vorteil dieses Systems liegt klar bei der niedrigen Aufbauhöhe und in Verwendung mit dem Trockenestrich in der Zeitersparnis.

                Der Unterschied zwischen dem Trockenbau- und Noppensystem beziehungsweise Tackersystem liegt darin, dass hier mit Nassestrich gearbeitet wird, der eine Trocknungszeit benötigt. Dagegen können Sie die Fußbodenheizung, die im Trockenbausystem verlegt wird, sofort in Betrieb nehmen. Bei nachträglichem Einbau und Renovierung ist daher das Trockenbausystem die bevorzugte Variante.

                Projekt: Heizung